Projekte

Projekt Auswahl 2015

> Nacht der Jugend

> Trauma Ausstellung „Zurück ins Leben“ September – Oktober 2015

> „Fit 4 Trouble“ – 2. Delmenhorster Streitschlichter-Forum am 09. Mai 2015 in der Markthalle

> „Das ist doch gar nicht schwer!“

> Feriencamp endete mit Theateraufführung vor großem Publikum



„Nacht der Jugend“

Am 6.November 2015 hat zum zweiten Mal die „Nacht der Jugend“ im Delmenhorster Rathaus und der Markthalle stattgefunden. Eine Veranstaltung, die sich für demokratisches Bewusstsein, Toleranz, Respekt und Mitmenschlichkeit, sowie für Antirassismus und gegen das Vergessen der Verbrechen des Nationalsozialismus einsetzt und Jugendliche für dieses Thema sensibilisieren soll.

Verschiedene Institutionen, Jugendhäuser und Schulen haben mit Jugendlichen ab 12 Jahren unter dem diesjährigem Motto „Freiheit“ gearbeitet. Es entstanden tolle Ideen und Projekte, sodass, insgesamt 33 Beiträge wie Musik, Theater, Tanz, Malerei, Literatur und Film an diesem Abend gezeigt werden konnten.

So wurde beispielsweise in den Osterferien mit Jugendlichen ein Plakat entworfen, das für den diesjährigen Flyer und Plakatdruck ausgewählt wurde. Schüler der Wilhelm-von-der-Heyde-Oberschule haben unter Anleitung von J. Lahme, K. Kruse und C. Körner an mehreren Nachmittagen eine große Plakatwand gemalt, die im Rathaus ausgestellt wurde und nun als Wandbild in der Schule hängt. An der Oberschule Süd, wurde die Idee von und mit M. Hundhausen umgesetzt „Hände der Freiheit“ zu malen. In vielen unserer Schulen entstanden angeleitetet von unseren Kollegen „Hände der Freiheit“ auf denen Jugendliche ihre Gedanken und Wünsche zum Thema geschrieben haben und die im Rathaus als künstlerische Installation zu sehen waren.

Die Mitmachaktion „Hände der Freiheit“ im Rathaus an diesem Abend, wurde ausschließlich von Schülerinnen der Oberschule Süd begleitet.

Erstmalig wurden auch Schülervertreter in die Planung miteinbezogen, die eine Facebookseite zur Veranstaltung eigenständig entwickelt und verwaltet haben. Klassensprecher in den Schulen, haben die Verteilung von Flyern übernommen und damit alle Schülerinnen und Schüler auf die „Nacht der Jugend“ aufmerksam gemacht.

Viele Hundert Jugendliche haben die „Nacht der Jugend“ gefeiert und wir vom Planungsteam der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung, M.Hundhausen und C.Körner freuen uns auf die nächste „Nacht der Jugend“.



Trauma Ausstellung „Zurück ins Leben“ September – Oktober 2015

Bereits zum zweiten Mal haben wichtige Kooperationspartner der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung zusammen gearbeitet und ein gemeinsames aktuelles Thema aus ihren Arbeitsfeldern gefunden, für das auch die breite Öffentlichkeit sensibilisiert werden sollte „Trauma und Traumahilfe“. Im Fokus stand die Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen und deren Eltern, als auch die Traumatisierung von Geflüchteten, die wir in Delmenhorst Willkommen heißen.
Die Ausstellung „Zurück ins Leben“ der Gemeinschaftsstiftung terres des hommes, das die kunsttherapeutische Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zeigt, wurde nach Delmenhorst geholt und im Jute Center ausgestellt. Begleitend dazu haben Arbeitsgruppen und Institutionen ihre Vernetzungsstrukturen und Hilfesysteme in ihren beispielhaften Arbeitsfeldern in leerstehenden Schaufenstern der Innenstadt gezeigt.
Die Initiatoren stellten ein gut durchdachtes Begleitprogramm zusammen, das mit Geldern der Stadt Delmenhorst und des Landes Niedersachsen gefördert wurde.

Oberbügermeister A. Jahnz eröffnete die Ausstellung. In Form einer Interview-Lesung im Dialog haben S.Wolff, Sozialarbeit an Schulen und K. Göhl, pädagogische Mitarbeiterin des Jugendhaus Horizont, den ca. 50 Zuhörern nahe gebracht, wie wichtig es in unserer Arbeit geworden ist, zu verstehen und zu erkennen, welche Hilfen traumatisierte Kinder und ihre Eltern brauchen. Am Beispiel der Erlebnisse einer geflüchteten Serbischen Familie konnte hierzu exemplarisch Stellung bezogen werden. Unterstützt wurden sie dabei von R. Hewer, terre des hommes, und C. Körner, Sozialarbeit an Schulen. Ein Banner mit einem Zeitstrahl zum Biografieausschnitt einer Romafamilie aus Serbien komplettierte die Ausstellung, denn momentan kommen viele traumatisierte Flüchtlingsfamilien nach Deutschland.
Es folgte ein Fachtag für soziale, pädagogische und medizinische Fachkräfte der mit 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr gut angenommen wurde. Referentinnen waren von Wildwasser Oldenburg und Refugio Bremen eingeladen worden.
Es gab eine Märchenerzählung für Erwachsene, ein Theaterstück über sexuellen Missbrauch und seine Folgen, mit einer sich anschließenden Diskussion an der sich viele Schülerinnen der Berufsbildenden Schulen beteiligten. Darüber hinaus las die Jugendbuchautorin H. Jansen aus ihren Büchern in einer Buchhandlung und im Schulzentrum West über die traumatischen Erfahrungen und Folgen des ruandischen Bürgerkriegs. Die Ausstellung endete unter dem Motto „Kinder stark machen“ mit Spielen und Aktionen in der Delmenhorster Innenstadt.
Zu den verschiedenen Veranstaltungen kamen mehr als 300 Menschen. Rund 400 Euro konnten über Spenden der Traumahilfe zur Verfügung gestellt werden.

Ein ganz besonderer Dank für die sehr gelungene Zusammenarbeit geht an alle Organisatorinnen: Regina Hewer (Terre des hommes), Petra Quade (Koodinierungsstelle Kinderschutz), Petra Borrmann (Gleichstellungsstelle), Ruth Steffens (Kriminalpräventiver Rat), Sabine Conrady (Kinder- und Familienservice Büro), Wiebke Geerkens (Integrationsberatung der Diakonie), Sabine Wolff und Christina Körner (Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung), Kerstin Göhl (Wind Café im Horizont, Diakonie) und Nermina, (Praktikantin).



„Fit 4 Trouble“ – 2. Delmenhorster Streitschlichter-Forum am 09. Mai 2015 in der Markthalle

Das Streitschlichter-Forum „Fit4Trouble“ ist eine jährliche Veranstaltung, mit der das Engagement der Schülerinnen und Schüler gewürdigt wird, die sich an ihrer Schule für eine Kultur des konstruktiven Umgangs mit Konflikten engagieren. In Zusammenarbeit mit der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung wird das Streitschlichter-Forum vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Delmenhorst veranstaltet.In diesem Jahr fand die Veranstaltung zum zweiten Mal in Delmenhorst statt und richtete sich an die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen.

Es hatten sich rund 60 Kinder und Jugendliche, im Alter zwischen 12 und 19 Jahren, um 8:00 Uhr in der Markthalle versammelt. Das Programm startete mit dem Spontantheater „Bumerang!“. Begriffe zum Thema Streitschlichtung wurden aus dem Publikum gesammelt und regten die Schauspieler zu kleinen Szenen an. Über das ernste Thema konnte hier auch einmal gelacht werden. Nach einem kleinen Frühstück folgten Grußworte des Bürgermeister Hermann Thölstedt und des Leiters der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, Jörn Stilke, die das große Verantwortungsbewusstsein der Streitschlichterinnen und Streitschlichter lobten. Ein breites Spektrum an Workshops bot im Anschluss die Gelegenheit, sich mit Themen rund um die Streitschlichtung zu beschäftigen, neue Aspekte zu erforschen und offen gebliebene Fragen zu diskutieren. Workshoptitel lauteten etwa: „Drück dich aus – Körpersprache verstehen“ oder „Alles Raufbolde! – Streiten Jungen anders?“

Erstmals fand parallel zu den Workshops für die Schülerinnen und Schüler auch ein Workshop für die Erwachsenen statt, die als pädagogische Fachkräfte die Streitschlichterprogramme an den Schulen betreuen.

Zum Abschluss des Streitschlichter-Forums kamen alle Kinder und Jugendlichen noch einmal in der Markthalle zusammen. Eine Dia-Show mit Bildern des Tages ließ deutlich werden: Es war ein besonderer Tag und es wurde Einiges dazu gelernt!



„Das ist doch gar nicht schwer!“

Studien belegen, was uns aus Alltagserfahrungen vertraut ist: Kinder in Deutschland haben ein Gewichtsproblem. Laut Erhebungen des Robert Koch Instituts aus den Jahren 2003-2006 sind 15 % der 3-17 Jährigen Kinder in Deutschland übergewichtig und 6,3 % davon leiden unter Adipositas. Verglichen mit den Referenzen von 1996-1999 ist das ein Anstieg der Prävalenz um 50 % (vgl. KiGGS-Studie). Es sind vor allem passive Verhaltensweisen (Mangel von körperlicher Aktivität und zu kalorienhaltigem Essen), die das Phänomen Adipositas zum sichtbaren Ausdruck bringen.

Das Projekt „Das ist doch gar nicht schwer“ wurde im Zeitraum vom 20.04.2015 bis zum 08.07.2015 an der Grundschule Parkschule in Delmenhorst erfolgreich umgesetzt. Innerhalb der 12 Projektwochen nahmen 15 Kinder im Alter zwischen acht und elf Jahren jeweils einmal in der Woche an einem Bewegungs- und einem Ernährungsangebot mit pädagogischen Interventionen teil. Diese fanden über 1½ Stunden am Nachmittag statt. Die Teilnehmergruppe setzte sich dabei aus 10 Mädchen und 5 Jungen zusammen, die sich allerdings nicht alle in ihrer körperlichen Konstitution ähnelten. So nahmen neun augenscheinlich übergewichtige Kinder an dem Programm teil.

Bei der Planung des Bewegungsangebotes für die Kinder mit Übergewicht bzw. Adipositas sollte der Spaß an Bewegung im Mittelpunkt stehen. Alltägliche Bewegung und eine mit körperlicher Aktivität verbundene Freizeitgestaltung sollten (wieder) selbstverständlich werden. Der Aufbau der Einheit hinsichtlich seiner Inhalte bzw. Bewegungsangebote wurde deshalb offen gestaltet. Es wurde kein Sportprogramm vorgegeben, bei dem die Kinder sich mit ihrem Körper auseinandersetzten mussten. Den Schülern wurde die räumlich-materielle Ausstattung und die personelle und professionelle Betreuung als Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Gestaltung von Sport- und Bewegungsformen zur Verfügung gestellt, damit sie vorlieben- und interessengeleitet aktiv werden konnten. Die Ziele, die innerhalb des Projektes verfolgt wurden, können wie folgt beschrieben werden:

Die Teilnehmer sollen über ausreichende Fähigkeiten verfügen, ihren Lebensstil aktiver und bewegungsreicher zu gestalten, der Sport soll (wieder) positiv besetzt werden, alltägliche Bewegung und eine mit körperlicher Aktivität verbundene Freizeitgestaltung sollen (wieder) selbstverständlich werden, es soll zu einer Verbesserung bzw. Veränderung des physischen Selbstkonzepts kommen. Es gilt festzuhalten, dass bei der Konzeption des Bewegungsmoduls nicht die Gewichtsreduktion im Vordergrund steht, sondern das Ziel, die Teilnehmer/innen dahingehend zu befähigen, dass sie Bewegung in ihren Alltag integrieren und so einen sportiven Lebensstil führen können.

Das Ernährungsangebot und die darin enthaltenen pädagogisch-psychologischen Interventionen komplementierten das Angebot. So wurden ungünstige Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten auf spielerische Art und Weise identifiziert. Es wurde sich mit den Fragen auseinander gesetzt „Wann esse ich“, „Wie esse ich“, „Was esse ich“ und „ Was sind die Folgen“. Zudem wurden kleine leichte Gerichte mit den Kindern in Anlehnung an die Ernährungspyramide gekocht. In einer Mappe konnte die Kinder ihr erlerntes Wissen festhalten.

Abschluss des Ernährungsangebotes bildete der Verzehr selbst gekochten Essens gemeinsam mit den Eltern. In lockerer und geselliger Runde bestand die Möglichkeit auch den Eltern der Kinder die Inhalte des Ernährungsangebotes zu erläutern. Ein kleines Kochbuch mit gesunden und leckeren Rezepten als Abschiedsgeschenk sollte die Nachhaltigkeit unterstützen.



Feriencamp endete mit Theateraufführung vor großem Publikum

Nunmehr zum vierten Mal organisierte die Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung für 21 Kinder von drei Delmenhorster Grundschulen ein Feriencamp vom 25.03. - 31.03. zum Thema "Musik und Sprache". Das Camp richtete sich an Kinder mit sprachlichen Schwierigkeiten, vor allem an Teilnehmer mit Migrationshintergrund. Schulergänzend soll die sprachliche Entwicklung von Kindern frühzeitig gefördert und deren Integration verbessert werden.

An sechs Tagen, mit einer Übernachtung von Montag auf Dienstag, wurden Liedertexte und Musikinstrumente mit einer Theaterpädagogin und einer Sprachförderkraft aufbereitet und erprobt. Drei Sozialpädagoginnen der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung begleiten das Camp durchgängig und sorgen für abwechslungsreiche Angebote.

Das Erlernte, auch eigens gebastelte Instrumente, wurden zum Abschluss mit einem Musiktheater zum Projektthema "Vampire" präsentiert. Wie im Jahr zuvor wurde die Darbietung vor großem Publikum in der Markthalle aufgeführt. Das Projekt wird über die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung finanziert.