Material

Kennenlernspiele

Namensstaffel I (Namensspiel / Fokusübung)

Material: keins

Dauer: 5 min.

Gruppengröße: 10+

Alter: 6+

Spaßfaktor: 4/5

Frustgefahr: 0/5

Kreisaufstellung. Als erstes sagt der Reihe nach jeder seinen Namen (für den Fall, dass man sich nicht kennt). Die Mitspieler merken sich die Namen. Der erste nimmt Blickkontakt mit einer Person seiner Wahl im Kreis auf, geht auf die Person zu, nennt deren Namen, schüttelt ihr die Hand und nimmt deren Platz ein. Diese Person hat in der Zwischenzeit bereits mit einer anderen Person Blickkontakt aufgenommen und geht nun ihrerseits auf diese Person unter Nennung deren Namens zu. Dies wiederholt sich nun bis alle einmal dran waren.

Bemerkung: Übungszweck: Augenkontakt zulassen, Berührungsängste abbauen, Konzentration


Namensjonglage (Namensball)

Material: 1-7 kleine Bälle

Dauer: 10 min.

Gruppengröße: 10+

Alter: 6+

Spaßfaktor: 4/5

Frustgefahr: 0/5

Die Gruppe steht in einem Kreis. Als erstes sagt der Reihe nach jeder seinen Namen (für den Fall, dass man sich nicht kennt). Die Mitspieler merken sich die Namen. Als nächstes wird ein Ball vom Spielleiter in die Runde gebracht. Der Spielleiter fängt an und wirft den Ball zu einem Mitspieler und ruft dabei seinen oder ihren Namen, dieser wirft ihn zum nächsten und so weiter, bis der Ball, nachdem ihn jeder einmal hatte zum Spielleiter zurückgeworfen wird. Diese Runde wird nun mehrmals wiederholt.

Variationen:
Nach der zweiten Runde kann der Ball auch in die entgegengesetzte Richtung geworfen werden. Oder es wird ein zweiter oder dritter Ball ins Spiel gebracht. Je nach Anzahl der Teilnehmer sind bis zu 7 Bälle möglich. Es lassen sich auch beide Möglichkeiten kombinieren – also ein Ball in die eine Richtung, ein Anderer in die andere Richtung.

Bemerkung: Übungszweck: Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit


Namensduell

Material: Tuch (Bettlaken oder Fallschirm)

Dauer: 10 min.

Gruppengröße: 10+

Alter: 6+

Spaßfaktor: 4/5

Frustgefahr: 0/5

Der Spielleiter sucht sich noch eine zweite Person aus, die ihm bei der Durchführung des Spiels hilft. Die Gruppe wird in zwei Hälften aufgeteilt. Die Spielleiter halten ein großes Tuch (Bettlaken oder Fallschirm) hoch. Auf beiden Seiten des Tuches nimmt eine Kleingruppe Platz. Die beiden Gruppen suchen nun in aller Stille einen Spieler aus. Diese setzen sich mit dem Gesicht zum Tuch gewandt einander gegenüber. Auf ein vereinbartes Zeichen lassen die Spielleiter das Tuch fallen, und die beiden Spieler müssen so schnell wie möglich den Namen des Gegenübers nennen. Wer dies zuerst schafft, darf den anderen Spieler in die eigene Mannschaft mitnehmen. Das Spiel wird fortgesetzt, indem jede Mannschaft wieder eine Person bestimmt, die vor dem Tuch Platz nimmt.

Das Namensduell eignet sich gut, bereits erlernte Namen in einem zweiten Anlauf noch einmal aufzufrischen bzw. zu vertiefen.

Variationen:
Nach der zweiten Runde kann der Ball auch in die entgegengesetzte Richtung geworfen werden. Oder es wird ein zweiter oder dritter Ball ins Spiel gebracht. Je nach Anzahl der Teilnehmer sind bis zu 7 Bälle möglich. Es lassen sich auch beide Möglichkeiten kombinieren – also ein Ball in die eine Richtung, ein Anderer in die andere Richtung.

Bemerkung: Übungszweck: Schnelligkeit, Aufmerksamkeit


Gegenstände tauschen (Namen)

Material:

Dauer: 10 min.

Gruppengröße: 10+

Alter: 6+

Spaßfaktor: 4/5

Frustgefahr: 0/5

Jeder Teilnehmer holt sich einen Gegenstand (es sollten nicht zu viele gleiche Gegenstände sein). Dann geht die Gruppe im Raum umher. Jeder der Teilnehmer stellt sich einer anderen Person vor, übergibt ihren Gegenstand dieser Person und erhält dafür deren Gegenstand.

Beispiel:
„Ich bin der Charlie und das ist mein Kamm.“
„Ich bin die Christine und das ist meine Uhr.“

Dann geht man weiter und übergibt diesen Gegenstand - unter Nennung des eigenen Namens und der Aussage, wem der Gegenstand gehört - einer nächsten Person und erhält dafür wieder einen anderen Gegenstand

Beispiel:
„Ich bin der Charlie und das ist Barbaras Geldbörse.“
Ich bin die Maria und das ist Ullas Kaugummi.“

So geht das etliche Runden weiter.
Zum Schluss bildet die Gruppe einen Kreis und die Gegenstände, die mittlerweile oftmals den Besitzer gewechselt haben, sollten an die richtige Person zurückgegeben werden (wieder unter Nennung des Namens: „Ich bin der Manfred und das ist Danielas Ring.“) Ein sehr geeignetes Kennenlernspiel gerade für Anfänger, da nicht mit einer der üblichen Aktionen und Bewegungen verbunden, die oft als peinlich empfunden werden.

Bemerkung: Übungszweck: Merkfähigkeit, Konzentration


Gangarten

Material: keins

Dauer: 10 min.

Gruppengröße: 10+

Alter: 6+

Spaßfaktor: 5/5

Frustgefahr: 0/5

Zügig und zielstrebig durch den Raum gehen, aufeinander achten, nicht anrempeln. Durch dieses Spiel, werden Hemmungen abgebaut. Als Steigerung dieses Spiels kann man verschiedene Begrüßungsarten einführen, zum Beispiel Rokkoko, Japanisch oder Phantasiebegrüßung

Bemerkung: Dieses Spiel ist als Einstieg in eine Stundeneinheit sehr geeignet. Erste Hemmungen werden bei den Teilnehmern abgebaut.


Einfrieren

Material: keins

Dauer: 20 min.

Gruppengröße: 10+

Alter: 6+

Spaßfaktor: 5/5

Frustgefahr: 0/5

Eine Gruppe von zum Beispiel 10 Teilnehmern wird gesplittet. Die eine Hälfte der Gruppe wird „eingefroren“, das bedeutet, dass man auf Außenreize, wie zum Beispiel durch Ansprache einer Person nicht reagieren darf. Die andere Hälfte beobachtet die Szene und teilt im Anschluss ihre Empfindungen mit.

Bemerkung: Dieses Spiel dient dazu, die Wahrnehmung der Beobachter zu sensibilisieren. Die Teilnhmer lernen bestimmte Gefühle auszuhalten und diese dann im Abschlussgespräch zum Ausdruck zu bringen.


Mitbringsel

Material: keins

Dauer: 15+

Gruppengröße: 10+

Alter: 6+

Spaßfaktor: 4/5

Frustgefahr: 0/5

Ein Spieler fängt an und stellt sich vor: "Mein Name ist Jana und ich habe ein Augenzwinkern mitgebracht" (dazu zwinkern). Der nächste Nachbar macht weiter und sagt: "Das ist Jana und sie hat ein Augenzwinkern mitgebracht"( er zwinkert dazu). Er fährt fort und sagt: "Ich bin Ali und habe ein Klatschen mitgebracht", und klascht dazu. Die Mitspieler wiederholen den Namen und die Bewegung des Vorherigen.

Bemerkung: Wenn eine Runde gespielt ist, kann man das Spiel mit einem Spielleiter wiederholen und alle Spieler machen zuammen die Bewegungen.


Fotoralley

Material: je Kleingruppe eine Polaroid- oder Digitalkamera

Dauer: 45+

Gruppengröße: 15+

Alter: 8

Spaßfaktor: 4/5

Frustgefahr: 1/5

Kleingruppen á ca. 5 Personen bilden (am besten Gruppenmitglieder, die sich noch nicht sehr gut kennen).
Jede Gruppe erhält eine Polaroidkamera/Digitalkamera und verschiedene Aufgaben. Z.b. zwei bärtige Männer vor dem Rathaus fotografieren oder eine Frau mit einem Hund auf dem Arm vor dem Kaufhaus etc. Eines der Gruppenmitglieder muss jeweils mit auf dem Foto zu sehen sein und zwei Gruppen dürfen nicht dasselbe Foto machen.

Bemerkung: Dieses Spiel eignet sich auch sehr gut für eine Stadterkundung.


Familie Meier

Material: kleine Zettel

Dauer: 10+

Gruppengröße: 10+

Alter: 10+

Spaßfaktor: 3/5

Frustgefahr: 1/5

Die Spielleiter bereiten kleine Zettel mit dem Famieliennamen „Meier“ vor. Da es unterschiedlichste mögliche Schreibweisen des Nachnamens gibt (-ai-, -ei-, -ey-, -ay-, -eij-,), werden zunächst so viele Möglichkeiten heraussortiert, wie Gruppen gebildet werden sollen. Innerhalb der Familie gibt es dann verschiedene Mitglieder (Oma, Opa, Mutter, Vater, Schwester, Bruder, Katze, Hund usw.), je nach Teilnehmeranzahl einer Gruppe. Die Zettel werden gefaltet, gemischt und an die Teilnehmer verteilt. Auf ein Kommando dürfen die Zettel gleichzeitig geöffnet werden. Die Aufgabe ist nun, schnellstmöglich die Familienmitglieder der exakt identisch geschriebenen Familie zu finden.

Bemerkung: Das Spiel dauert ca. 10 Minuten und ermöglicht die Aufteilung einer Gruppe in zufällig gemischte Kleingruppen. Dies kann im Raum oder im Freien durchgeführt werden. Aufgrund des Regelverständnisses ist die Anwendung ab der Klassenstufe 5 empfehlenswert.


Alle, die…

Material: kleine Zettel

Dauer: 10+

Gruppengröße: 15-30

Alter: 10+

Spaßfaktor: 4/5

Frustgefahr: 1/5

Die Gruppe sitzt im Stuhlkreis, wobei ein Teilnehmer ohne Sitzplatz in der Mitte des Kreises steht. Dieser beginnt einen Satz mit dem Anfang „Alle, die…“ zu formulieren und wählt ein bestimmtes Kriterium, womit er den Satz beendet (z.B…. gerne lesen). Daraufhin müssen alle, auf die das Kriterium zutrifft, ihren Sitzplatz verlassen und sich einen Neuen suchen. Der Teilnehmer in der Mitte hat nun die Möglichkeit einen freien Platz zu ergattern. Ein anderer Teilnehmer befindet sich in der Mitte des Sitzkreises und formuliert ein neues Kriterium mit dem Satzanfang „Alle, die…“.

Bemerkung: Das Spiel ermöglicht einen spielerischen Einstieg einer sich unbekannten Gruppe und ist in der Kennenlernphase als auflockernde Methode durchführbar. Als zusätzliche Regel kann vereinbart werden, dass benachbarte Teilnehmer die Plätze nicht tauschen dürfen und die Teilnehmer innerhalb eines ausgesprochenen Spielkriteriums nicht auf den vorausgegangenen Sitzplatz zurück können. Zusätzlich können Themenschwerpunkte bei der Kriteriumswahl vereinbart werden. Das Spiel kann bis zu 30 Minuten (… sonst wird es irgendwann langweilig) andauern und eignet sich für eine Gruppengröße von ca. 15-30 Teilnehmern.